Sportmedizin und
Rehabilitation
Verzahnung der
therapeutischen
Prozesse
Durch die zunehmende
Berücksichtigung sportmedi
zinischer Therapieansätze
in allen medizinischen Fach
bereichen profitieren immer
mehr stationäre Patienten
vom Angebot der Sportmedi
zin und Rehabilitation. Der
2015 vorangetriebene Aus
bau der Leistungsdiagnostik
liefert differenzierte Daten
für die individuelle Therapie
kontrolle und -steuerung.
Im Geschäftsjahr 2015 hat der Fachbereich Sportmedizin
und Rehabilitation das Thema Leistungsdiagnostik stark
forciert. Dies umfasst einerseits die Verstärkung des Teams
durch einen Bewegungswissenschaftler ETH mit Schwer-
punkt Biomechanik. Andererseits verschiedene Schritte,
um die Leistungsdiagnostik zielgerichtet in die Therapie
prozesse einfliessen zu lassen. Die Leistungsdiagnostik
beinhaltet Untersuchungen und Testverfahren, die sehr
differenzierte und aussagekräftige Informationen über Ge-
sundheitszustand, Belastbarkeit und Leistungsstand eines
Patienten vermitteln. Damit stehen objektive, wissenschaft-
lich abgestützte Daten zur Verfügung, die als Grundlage für
die Planung der Therapie dienen und für Therapeut sowie
Patient im Therapieverlauf ein aussagekräftiges Kontroll-
und Steuerungsinstrument liefern.
Für sportliche Patienten erweisen sich leistungsdiagnosti-
sche Informationen überdies als besonders wirkungsvolles
Motivationsinstrument. Sie zeigen – auch dank Visualisie-
rungsmöglichkeiten – die individuellen Therapieziele und
-etappen anschaulich auf. Gleichzeitig helfen sie bestimm-
ten Patienten aber auch, ihre Grenzen zu erkennen und
zu akzeptieren. Dies ist von Bedeutung, weil gerade sport
begeisterte und leistungsorientierte Reha-Patienten dazu
neigen, sich überhöhte Ziele zu setzen, die mit ihren körper-
lichen Möglichkeiten nach einem schweren Unfall noch nicht
vereinbar sind.
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