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Medizinische Fachbereiche

Bei Patienten mit schweren Hirnverletzungen ist der

Schluckmechanismus – ein vielstufiger und komplexer

Prozess – in der Akutphase und in der Frührehabilitation

oft gestört. Die damit verbundenen Anforderungen ver­

langen nach spezialisierter Fachkompetenz beim Medizin-

und Pflegepersonal.

Planung der neuen Räumlichkeiten

Mit dem Abschluss des Bauprojekts wird die Neurolo­

gische Rehabilitation in Zukunft über zusätzliche Räum-

lichkeiten verfügen und ihr Leistungsangebot gezielt

ergänzen können. Den damit verbundenen Planungs- und

Vorarbeiten widmete der Fachbereich 2016 grosse Auf-

merksamkeit. So galt es beispielsweise, die verstärkte

Integration der Robotik in die Behandlungskonzepte vor-

zubereiten. Künftig werden computergesteuerte Trainings-

geräte (Gangtrainer, Armtrainer u.Ä.) neuster Generation

ihren Beitrag zu einer differenzierten, individuell auf den

Patienten abgestimmten Rehabilitation leisten. Besonders

intensive Vorarbeiten erforderte auch die Detailplanung

der Spezialabteilung für Frührehabilitation, die künftig über

zwölf Betten in der Intermediate Care und eine separate

Isolationsstation mit sechs Plätzen verfügen wird. Im Hin-

blick auf die funktionale Ausgestaltung und die Geräte­

beschaffung wurde im Geschäftsjahr 2016 ein Testraum

eingerichtet, in dem sich funktionale Abläufe im Massstab

1:1 überprüfen liessen. Aus diesem Praxistest haben sich

fast 50 Verbesserungen ergeben, die in den Auf- und Aus-

bau dieser hochspezialisierten Abteilung einfliessen. Dass

die Anforderungen hoch sind, lässt sich auch daran able-

sen, dass die neue Frührehabilitation bezüglich Ausstattung

den Anforderungen einer Intensivstation genügen würde.

Prozesse für ambulante Patienten angepasst

Die Spezialisierung der Rehaklinik Bellikon bringt es mit

sich, dass ihre Infrastrukturen und Angebote in erster Linie

auf die Behandlung von stationären Patienten ausgerichtet

sind. Das Fachwissen, das sich hier bündelt, soll aber

weiterhin auch für ambulante Patienten zur Verfügung

stehen. Um dies trotz zunehmendem Kostendruck sicher­

zustellen, hat der Fachbereich Neurologische Rehabilitation

2016 die Prozesse der ambulanten Behandlung überprüft

und einem Effizienz-Check unterzogen. Die realisierten

Anpassungen stellen sicher, dass ambulante Patienten und

ihre Zuweiser auch künftig vom Know-how der Rehaklinik

Bellikon und von nachhaltigen Behandlungserfolgen profi-

tieren können.

Prof. Dr. med. Sönke Johannes

MBA (London Business School)

Facharzt für Neurologie

MAS Versicherungsmedizin (Universität Basel)

Medizinischer Direktor,

Medizinischer Leiter Neurologische Rehabilitation

PD Dr. med. univ. Gabriella Künig

Fachärztin für Neurologie

Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie

Co-Medizinische Leiterin Neurologische Rehabilitation

«Im Hinblick auf die funktionale Ausgestaltung der Abteilung

Frührehabilitation und die Gerätebeschaffung wurde ein Testraum

eingerichtet, in dem sich funktionale Abläufe im Massstab 1:1

überprüfen liessen.»